
Dieser Beitrag dokumentiert die Situation und die Studio-Abläufe während der Corona-Pandemie 2021. Die Inhalte spiegeln ausschließlich den damaligen Stand wider und haben keinen Bezug zu unserem heutigen Studio-Betrieb, zu aktuellen Terminregelungen oder zu Walk-in-Möglichkeiten.
Bis vor kurzem schien es kaum vorstellbar, dass Tätowieren unter pandemischen Bedingungen möglich sein würde. Dennoch durften Tattoo-Studios in Berlin ab dem 9. Mai 2021 unter bestimmten Auflagen wieder öffnen. Auch für uns kam diese Entwicklung überraschend, da die Situation für alle Beteiligten neu war und mit vielen Unsicherheiten verbunden blieb. Die Wiederaufnahme des Betriebs erforderte eine grundlegende Anpassung interner Abläufe und ein hohes Maß an Vorsicht.
Um Tätowierungen in dieser Phase verantwortungsvoll anbieten zu können, wurden zeitlich begrenzte Maßnahmen umgesetzt, die sich an den jeweils gültigen behördlichen Vorgaben orientierten. Ziel war es, das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten und sowohl Kunden als auch Tätowierende zu schützen. Diese Umstellungen bedeuteten eine erhebliche organisatorische Herausforderung und waren ausschließlich auf die damalige Ausnahmesituation ausgelegt.
Der Studio-Zugang war in dieser Zeit stark reglementiert, um Kontakte zu minimieren. Persönliche Begegnungen wurden auf das notwendige Maß reduziert, Abläufe entzerrt und Hygienemaßnahmen konsequent eingehalten. Tätowieren fand nur unter klar definierten Bedingungen statt, die sich deutlich von den gewohnten Arbeitsweisen unterschieden. Die Verantwortung gegenüber der eigenen Gesundheit und der der anderen stand dabei stets im Vordergrund.
Auch spontane Tätowierungen waren während der Pandemie nur eingeschränkt möglich. Klassische Walk-ins gehörten in dieser Phase nicht zum regulären Studioalltag. Stattdessen wurde jede Umsetzung individuell geprüft und ausschließlich bei freien Kapazitäten realisiert. Unangekündigte Besuche waren in dieser Zeit nicht vorgesehen.
Beratungsgespräche fanden nicht mehr im Studio statt, sondern wurden außerhalb des persönlichen Kontakts organisiert. Die Abstimmung von Motiven, Platzierungen und Konzepten erfolgte über digitale oder telefonische Wege. Ebenso wurden Nachkontrollen nicht vor Ort durchgeführt, sondern anhand von Bildmaterial begleitet, um unnötige Kontakte zu vermeiden.
Der Zutritt zum Studio war auf Personen mit festem Termin beschränkt. Begleitpersonen konnten während dieser Phase nicht mit in den Arbeitsbereich kommen. Alle Absprachen wurden bewusst reduziert und auf das Wesentliche konzentriert, um einen möglichst sicheren Ablauf zu gewährleisten.
Rückblickend beschreibt dieser Text einen klar begrenzten Zeitraum, in dem sich Arbeitsweisen, Prioritäten und Verantwortlichkeiten vorübergehend verschoben haben. Die hier geschilderten Maßnahmen waren eine direkte Reaktion auf die außergewöhnliche Situation im Frühjahr 2020 und dienten dem Schutz aller Beteiligten.
Dieser Beitrag versteht sich ausschließlich als zeitgeschichtliche Dokumentation und stellt keine Grundlage für aktuelle Studio-Abläufe dar.
Swen
Good Old Times Tattoo Berlin
